Feuerwehr Oestrich
Berufsfeuerwehrtag bei der Jugendfeuerwehr Oestrich
Los ging es um 8.30 bei uns im Gerätehaus.
Nach dem das ein oder andere Organisatorische geklärt war, ging es nun endlich mit der Fahrzeugübernahme los. Dabei stellte sich das ein oder andere Problem heraus, denn es fehlten pro Fahrzeug fünf feuerwehrtechnische Gegenstände. Bloß was fehlte? Jedoch ließen sich unsere Jugendlichen nichts vormachen und klärten das Rätsel ruck zuck auf.
Im Anschluss stand theoretische Ausbildung auf dem Dienstplan. Es wurde angefangen die FwDv 3 zu besprechen, doch da ging der Gong: „ Ein Sturmschaden, es rückt das TSF und GW aus. Schnell ging die Mannschaft in die Fahrzeughalle, um sich auszurüsten und auszurücken. Am Einsatzort lag ein Baum auf der Straße, der mit der Handsäge zerkleinert und zur Seite geräumt wurde. Die Straße konnte im Anschluss wieder freigegeben werden. In zwischen Zeit wurde der Unterricht mit der LF Besatzung weiter geführt. Dies war aber auch nicht von langer Dauer, denn da ging wieder der Gong mit der Durchsage: Eine Tierrettung es rückt das LF aus “. Auch sie waren ruck zuck ausgerüstet und am Einsatzort eingetroffen. Am Einsatzort trafen unsere Einsatzkräfte auf eine aufgelöste Frau. Ihre Katze saß auf einem Bau und kam nicht mehr ohne fremde Hilfe herunter. Der Angriffstrupp rettete die Katze mit Hilfe der Steckleiter und übergab diese der Besitzerin. Die Besitzerin war überglücklich und bedankte sich bei unserer Jugendfeuerwehr.
Nachdem alle Fahrzeuge wieder im Gerätehaus angekommen waren und sich alle ihre Sportkleidung angezogen hatten, ging es sportlich weiter. Nach einigen Aufwärm- und anschließender Dehnungsübungen wurde das ein oder andere Ballspiel durchgeführt.
Auf einmal ging wieder der Gong: Ein gemeldeter Brand –Menschenleben in Gefahr- es rückt das LF, TSF, GW aus“. Schnell ging es wieder in die Einsatzkleidung. Am Einsatzort „brannte eine Scheune, in der sich noch zwei Personen befanden. Unter „Atemschutz ging es zur Menschenrettung vor. Zeit gleich wurde die Wasserversorgung vom TSF aufgebaut. Jedoch gab es keinen Unterflurhydrant. Die Einsatzkräfte hatten nur eine Löschwasserzisterne zu Verfügung. Daher stand Saugschlauchkuppeln auf der Tagesordnung. Nach dem alle gerettet und alles gelöst wurde, ging es mit großen Hunger nach Hause.
Das Mittagessen statt nun an. Mit Würstchen, Brötchen und verschiedene Salate wurde der Hunger gestillt.
Nachdem alles gesäubert und gespült war, statt wieder Theorie auf dem Dienstplan. Das Thema hieß Kartenkunde bei der Feuerwehr. Hierbei lernten unsere Jugendliche wie man nach einer UTM-Koordinaten ein Objekt auf der Karte ausfindig machen konnte. Im Anschluss kam wieder ein Alarm! Eine Hilflose Person in der Nähe des Waldes, es rückt das LF, TSF und der GW aus. Auf Grund der Lage des Unfallortes ging die Wegführung nur über eine Koordinate. Unsere Einsatzkräfte konnten nun ihr Erlerntes umsetzen. Am Einsatzort angekommen, trafen sie auf zwei Verletzte. Die eine Person hatte eine starkblutende Kopfplatzwunde und die weitere Verletzte hatte einen Knochenbruch. Die Verletzungen wurden versorgt und im Anschluss wurden die zwei Personen dem Rettungsdienst übergeben.
Als alle wieder im Gerätehaus angekommen waren, wurde erst mal eine Pause gemacht, um das ein oder andere Stück Kuchen zu essen. Gut erholt wurde im Anschluss die Fahrzeugbesatzung neu besetzt, denn es war Schichtwechsel.
Direkt nach der Schichtwechsel ertönte der Alarmgong: Eine Ölspur, es rückt aus das TSF. Die TSF-Besatzung machte sich auf zum Einsatzort. Dort war durch ungeklärte Ursache eine ca. 5m lange Ölspur, die mit Hilfe von Ölbindemittel aufgenommen wurde.
Zeit verzögert ging auch ein Alarm für das LF und GW ein. Es war ein gemeldeter Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person. Am Einsatzort mussten die Einsatzkräfte einen Kleinbus mit Hilfe des Wagenhebers anheben, diesen mit Rüstholz noch zusätzlich unterbauen und den Radfahrer, welcher unter dem Kleinbus gerutscht war retten und betreuen.
Als alle zwei Einsätze abgearbeitet waren und alle sich wieder auf der Hauptwache befanden, ging die Bereitschaftszeit los. In dieser Zeit brauchen die Einsatzkräfte keine Arbeitsdienste verrichten. Dies nutzten die meisten um Ihr Ruhelager für die Nacht aufzubauen. Da die Zeit nun voran geschritten war und der ein oder andere Hunger wieder kam, wurde gemeinschaftlich das Abendessen vorbereitet. Es gab Flammkuchen der sich jeder beliebig belegen konnte. Als alle Bäuche voll waren wurde schnell gespült und aufgeräumt.
Da nun nichts mehr auf dem Dienstplan stand, spielten die einen Fußball die anderen schauten Fernsehen.
In der gelassener Atmosphäre, welche sich im Gerätehaus befand, ertönte wieder der Gong: „Ein Brandmeldeeinlauf bei der Firma Kühn, es rückt aus das LF, das TSF, die DL(A)K und der GW. Schnell waren die Fahrzeuge besetzt und ausgerückt. Beim Eintreffen am Einsatzort war unklar, ob es brennt oder es nur um einen Fehlalarm sich handelt. Vorsichthalber wurde die Wasserversorgung und ein C-Rohr in Bereitschaft aufgebaut. Der Angriffstrupp ging dann unter PA anhand der Laufkarte der Brandmeldeanlage zur Erkundung vor. Sie fanden einen ohne Grund ausgelösten Rauchmelder. Bei der weiteren Erkundung mit der nachgeforderten Wärmebildkamera, verletzte sich der Angriffstruppmann. Diese musste dann durch den Sicherheitstrupp gerettet werden. Nach dem zurückstellen der BMA wurde die Einsatzstelle dem Betreiber wieder übergeben.
In der Hauptwache nahm in Anschluss des Einsatzes die Dingen seinen Lauf. Die einen spielten weiter Ball, die anderen spielten „Mensch Ärger Dich nicht und der Rest schauten eine DVD. Doch um 23 Uhr war dann Nachtruhe angesagt. Jeder kuschelte sich in seinen Schlafsack und ruhte bis um 2.15Uhr ein erneuter Alarm kam: Ein gemeldetes Feuer, es rückt aus das LF, das TSF und der GW.
Bei der Anfahrt bot sich den Einsatzkräften schon ein Feuerschein von weiten. Es brennte wirklich eine Gartenhütte auf einem Gartengrundstück! Nun war Eile geboten! Schnell wurde die Wasserversorgung aufgebaut, zwei C-Rohre vorgenommen und den Brand bekämpft. Der GW machte inzwischen die Einsatzstelle zum Tag, in dem sie diese ausleuchtete. Schnell war nun der Brand gelöscht und es konnte die Rückmeldung gegeben werden-Feuer aus/ Nachlöscharbeiten.
Nachdem der Einsatz abgearbeitet war ging es zurück zum Gerätehaus. Doch von schlafen gehen war hier keine Rede. Die Fahrzeuge mussten erst wieder aufgerüstet werden und die verschmutzten Schläuche gewaschen und in den Schlauchturm gehängt werden. Als dies alles geschehen war, war jeder wieder froh wieder zurück in seinen Schlafsack zu kehren.
Um 7.15 Uhr stand dann das Wecken auf dem Dienstplan. Die Müdigkeit sah man denn ein oder anderen an, Jedoch half dies nichts. Die Nachtlager wurden zusammen gebaut und die Tische wurden für das Frühstück aufgebaut. Als dann die frische Brötchen kamen wurde erst mal gut gefrühstückt.
Im Anschluss wurde gespült, das Gerätehaus aufgeräumt sowie die Fahrzeuge gewaschen. Nach einer kleinen Abschlussbesprechung wurden dann die Einsatzkräfte aus dem Dienst entlassen.
Es war ein schöner 24 Stundendienst.
Dank ist allen Betreuer sowie Statisten sowie Nachbarnfeuerwehren (FF-Mittelheim, FF-Hallgarten und FF Winkel) auszusprechen, die uns bei Übungen und Ausbildung tatkräftig unterstützt haben. Ohne dessen Hilfe ist so einen Tag nicht zu bewerkstelligen!!
Desweiteren ist ein recht herzlichen Dank der Familie Höber, Familie Kirsch, Familie Nies, Familie Gunkel, Familie Graf, Familie Kühn, der Annika Gunkel sowie der Katrin Ranft für die Salate bzw. Kuchen Spende aus zu sprechen
Und zu guter Letzt ist noch dem Bauunternehmen Kühn, Weingut Bernhard Bickelmaier und der Pension Kühn s Mühle aus Oestrich noch einen Dank auszusprechen die Ihre Häuser, Scheunen, Grundstücke oder Garagen für unsere Einsätze“zu Verfügung gestellt haben.











Fläche: 60 km²
Einwohner: 12.000